| Nachholbedarf Beim ÖPNV besteht für die Stadt Weinheim noch ein erheblicher Nachholbedarf. Bei einer neuen Flächennutzungsplanung muss natürlich diskutiert werden, wie die zukünftige Situation im Idealfall sein könnte und sollte. In den Projekten spielen beim ÖPNV nicht die Entstehungskosten, sondern die späteren Betriebskosten die entscheidende Rolle sowie die fahrplantechnische Umsetzbarkeit. Hier sind manchmal Kompromisse unvermeidlich. So sind z.B. die Durchbindungen der Linien vom Müllheimer Tal in die Weststadt und von Hohensachsen nach Laudenbach vor 3 Jahren aufgegeben worden, weil sonst (lt. Stadtverwaltung) kein Taktverkehr einzuführen gewesen wäre. Ideal wären ÖPNVLinien, bei welchen die Nutzer möglichst wenig umsteigen müssen. Pragmatische Lösungen Für den Fahrgast ist es unwichtig, mit welchem Anbieter er fährt. Das Buslinienangebot sollte Bedienerkomfort, Fahrplananforderungen und Kosten möglichst optimieren. In der Praxis spielt die Trennung in WEBU und BRNLinien jedoch leider eine hemmende und sinnvolle Lösungen verhindernde Rolle. Insofern ist noch viel Vorarbeit zu leisten, bis man bei einer pragmatischen Lösung sein wird, die mit möglichst wenig zusätzlichen Kilometern möglichst viele neue Nutzungen ermöglicht und die Belegung der bisher schwach ausgelasteten Linien verbessert.Attraktive und komfortable Haltestellen zu bauen sind teuer. Hier kann die Stadt frühere Versäumnisse nur Schritt für Schritt aufholen. Um so ärgerlicher ist die mutwillige Zerstörung der gerade erst schön hergerichteten Haltestellen. Es stellt sich die Frage, ob Sicherungsmaßnahmen der besonders stark vom Vandalismus betroffenen Haltestellen möglich sind.Die zentrale Umsteigestelle aller ÖPNVLinien muss der Hauptbahnhof werden, auf dessen Vorplatz mittelfristig der Busbahnhof zu verlegen ist.
Preispolitik Ein wichtiges Ziel der CDU ist, die Benutzerzahl des ÖPNV zu erhöhen. Hier spielen neben der Linienführung und Bedienhäufigkeit auch die Haltestellenabstände und die Preispolitik eine wichtige Rolle. In Gespräche mit Unternehmensleitung und Betriebsrat der Firma Freudenberg sollte man herausfinden, warum die Arbeitnehmer insgesamt so wenig Gebrauch vom ÖPNV machen.Ein besonderer Dorn im Auge ist der CDU die Preispolitik des VRN, die den Einzelfahrschein unangemessen teuer macht. Hier sind wir aber ein winziges Rädchen in einem großen Gefüge. Ein Sonderweg mit Verbilligung der Stadtfahrten, wie mancherorts praktiziert, käme der Stadt teurer, weshalb die CDU bei der momentanen Finanzlage auf diese Maßnahme verzichtet. Diese und andere Maßnahmen könnten den Benutzerkreis im öffentlichen Nahverkehr wesentlich ausweiten und neue Dauernutzer gewinnen. |