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Entwicklung der Stadtbibliothek

Ansteigende Kosten machen Sorgen
Die Förderung der Jugend in allen Bereichen, die mit Lesefähigkeit und Bildungsvermittlung zu tun haben, ist ein herausragendes Anliegen unserer Gesellschaft. Wegen der jährlich ansteigenden Kosten für die Stadtbibliothek hatte die CDU­Fraktion angesichts der schlechten Finanzlage der Stadt die Überprüfung der Strukturen der Stadtbibliothek Weinheim beantragt. Dabei ging es um die Frage, ob durch eine andere Betriebsform der Zweigstelle Bonhoeffer­Schule ein kostengünstigerer Betrieb möglich wäre. Die Finanzierung einer Schulbibliothek als Zweigstelle der Stadtbibliothek ist in Baden­Württemberg fast einmalig  und stellt eine besondere Leistung der Stadt Weinheim gegenüber dieser Schule dar. Die CDU bittet daher nicht nur die Vertreter der Schülermitverwaltung, sondern alle Beteiligten im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, damit alle am Schulbetrieb beteiligten Gruppen, Schüler, Lehrer und Eltern, dieses Angebot nicht als ihr selbstverständliches Recht betrachten, sondern als äußerst großzügige Förderung durch die Stadt, und dies auch entsprechend würdigen und nutzen.


Wege zur Kostendämpfung
Zur Diskussion über die Stadtbibliothek hatte der Oberbürgermeister Betroffene, Entscheidungsträger und leitende Verwaltungsmitglieder eingeladen. Ergebnis war eine Kostendämpfung von insgesamt 10% der bisherigen Etatpositionen für die Stadtbibliothek innerhalb der nächsten 3 Jahre – bei Belassung der gegenwärtigen Betriebsstrukturen. Die CDU vertraut der Leitung der Stadtbibliothek, selbst am besten zu wissen, wo und wie mit den geringsten Auswirkungen auf die Leistung für den Bürger gespart oder rationalisiert werden kann. Nach Aussagen sowohl des Schulleiters als auch der Bibliotheksfachkräfte wäre eine Umwandlung der Zweigstelle in der Bonhoeffer­Schule in eine reine Schulbibliothek nach dem Vorbild des Werner­Heisenberg­Gymnasiums nicht nur mit einem erheblichen Qualitätsverlust verbunden, sondern wegen der seit Schulgründung ganz anderen Vorgeschichte der Bibliothek und der kaum vorhandenen ehrenamtlichen Tradition auch praktisch nicht machbar. Gerade deswegen sollte aber an der Dietrich­Bonhoeffer­Schule am Einsatz ehrenamtlicher Kräfte verstärkt gearbeitet werden. Man ist sich einig, dass ein Erfahrungsaustausch unter den sehr unterschiedlich geführten, jedoch letztlich demselben Ziel dienenden Bibliotheken beginnen sollte.


Die CDU­Fraktion wird über die nächsten Jahre die weitere Entwicklung, auch an der Hauptstelle der Stadtbibliothek, genau verfolgen, um die Wirkungen und die Nachhaltigkeit der in Aussicht gestellten Strukturveränderungen einschätzen zu können. Bei Volkshochschule und Musikschule erachtet die CDU­Fraktion eine ähnliche Diskussion – erst interne Strukturüberlegungen und dann deren Vorstellung im Rahmen eines Workshops als sehr hilfreich, ja zwingend erforderlich.